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Sich selbst heilen durch Atmung?
In Deutschland noch wenig bekannt:
Atemtraining aus Russland verspricht viel…
von Gisela Plugge
Februar 2008
Leben ohne Asthma
Die natürliche Atmung ist uns verloren gegangen
“Wenn man ein Baby beim Atmen beobachtet, sieht man, dass sich sein
Bäuchlein hebt und senkt, tief und langsam. Das ist unser natürlicher,
angeborener und gesunder Bauchatmungsreflex und so sollten alle Menschen
lebenslang atmen. Bedauerlicherweise haben sehr viele Menschen unserer
modernen Gesellschaften die Fähigkeit einer gesunden, natürlichen Atmung
eingebüßt – eine Fähigkeit, die wir alle als Baby und Kleinkind besaßen.“ (Prof. Gordon, Washington Post,
2000).
Stress begleitet die Menschen oft seit dem Kindesalter. Dass die
Stressreaktion, nämlich den Körper für Flucht oder Kampf zu aktivieren, in
Vorzeiten gut und nützlich war, heute aber oft nicht mit körperlicher
Aktivität einher geht, gehört mittlerweile zum Alltagswissen. Auch wissen
wir, dass dabei u.a. die Herztätigkeit angeregt wird. Zu den
Stressreaktionen gehört auch eine schnellere Atmung über den Brustkorb,
damit bei körperlicher Anstrengung genug Atemgase ausgetauscht werden
können. Wie die übermäßige Herztätigkeit auf Dauer zu Herz-Kreislaufschäden
führt, so gibt es auch Schädigungen durch übermäßige Atmung. Eine in
Deutschland bisher wenig bekannte Atemgymnastik hilft, die gesunde Atmung
wieder herzustellen. Von verblüffenden Genesungen wird berichtet.
Es ist eigentlich nichts Neues. Im Yoga spielt die Kontrolle über die
Atmung (Pranayama) eine wichtige Rolle. Die s.g. Bauchatmung oder
Zwerchfellatmung ist allgemein anerkannt als die „gesunde“ Atmung, während
die Brustatmung als ungesund gilt. Aber warum dies so zu sehen ist und
welchen Zusammenhang die Atmung mit Stress und den damit einhergehenden
Zivilisationskrankheiten hat, wird erst deutlich, wenn man, wie hier
dargestellt werden soll, den russischen Forschungsergebnissen folgt.
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Krank durch falsches Atmen -
Blutgase im Ungleichgewicht
„Frau Dr. Silvia Smolka (1) erklärt den Kern der Methode folgendermaßen:
Weniger ist mehr. Dies gilt für viele Dinge – besonders aber auch für das
Atmen. Stressbedingt, weil ständig abgehetzt und daher schließlich
gewohnheitsmäßig atmen die meisten von uns in ihrem täglichen Leben zuviel.
Es wird zwar mehr Sauerstoff eingeatmet, aber dieser kann nicht optimal
genutzt werden. Denn gleichzeitig verlieren wir mit dem vielen Atmen zu
viel Kohlendioxid und bringen unsere Blutgase ins Ungleichgewicht. (Mehr
dazu weiter unten) Das Atemzentrum im Gehirn stellt sich im Laufe der Zeit
durch die ständige Überatmung (siehe unten) auf einen niedrigeren CO2-Wert
ein. Deshalb wird seitens des Atemzentrum bereits dann eine
Atembeschleunigung initiiert, wenn die CO2-Konzentration noch unter dem
normalen Wert liegt. …Über lange Zeit kann der Körper das Ungleichgewicht
in den daraus resultierenden physiologischen Vorgängen durch Pufferung
ausgleichen, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo die Puffer erschöpft
sind und ungünstige Atemmuster sich in unterschiedlichen
Gesundheitsbeschwerden äußern können.“
Stress führt zu Hyperventilation, wobei zuviel Kohlendioxyd abgeatmet wird.
Täglich ein bisschen Stress bedeutet chronische Hyperventilation. Das
Krankheitsbild wird „Hyperventilations-Syndrom“ genannt und zeigt sich in
den typischen „Zivilisationskrankheiten“, wie in Asthma bronchiale,
Herz-Gefäβ-Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem, Allergien u.a.m.
Schon junge Menschen lernen fälschlicherweise, dass viel atmen gut sei. Sie
lernen, dass Atmung sichtbar wird im Heben und Senken des Brustkorbs, aber
nicht im Vor- und Zurückwölben des Bauches.
Warum fällt es uns heute so schwer, uns auf den Gedanken
einzulassen, dass ein großes Atemaufkommen geradezu schädlich ist? Warum
steht im Vordergrund die Vorstellung, Kohlendioxid sei ein reines
Abfallprodukt, das ausgeschieden werden muss, je mehr desto besser? Wie
kommen wir zu der Vorstellung, viel Atmen sorge automatisch dafür, dass der
damit aufgenommene Sauerstoff auch von den Geweben genutzt werden könne?
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Ein Stück Wissenschaftsgeschichte
„Der russische Wissenschaftler S.N. Zinatulin schaut zurück (2): In der
zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entdeckte Mayow, ein englischer Arzt,
dass eine Maus und eine brennende Kerze ein und dieselben Bestandteile aus
der Luft verbrauchen. Im Jahr 1777 bekam das Gas von .Lavoisier seinen
Namen „Sauerstoff (Oxigen)“.Anfangs hatte die medizinische Wissenschaft
zunächst den Sauerstoff und seine Rolle beim Atmungsprozess erforscht. Zum
Ende des 19. Jahrhunderts, festigte sich die Vorstellung von tiefer Atmung
in der Medizin und in den Köpfen der Menschen. Es galt: Die tiefe Atmung
erlaube es dem Körper, soviel Sauerstoff wie gerade möglich aufzunehmen,
was für die Gesundheit und für die Durchlüftung der Lunge nötig sei.
Ebenfalls war es weitgehend anerkannt, dass tiefes Atmen für eine maximale
Sauerstoffsättigung des Blutes sorge und dafür, dass das schädliche
Kohlendioxid entfernt werde. (Übersetzung G. Plugge)
Während der Sauerstoff mehr als ein Jahrhundert lang erforscht wurde,
wurden die Bedeutung und der Nutzen des Kohlendioxids für den Körper
übersehen.
Wenn aber die Kohlensäurekonzentration niedrig ist, ist es notwendig, dies
zu korrigieren. Diese Vorstellung wurde deutlich von Buteyko geäußert,
einem russischen Wissenschaftler hohen Ranges, dem Begründer der Methode
der `willentlichen Vermeidung der tiefen Atmung.`“
(nach Zinatulin, Übersetzung Plugge)
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Buteyko - Der Mann und seine Entdeckung
„Auf der Internetseite von Dr. Ernst Adams (3) sind wesentliche Aspekte der
Forschungsarbeiten von Buteyko wie folgt dargestellt: Der ukrainische Arzt
Prof. Dr. K. Buteyko hat vor über 50 Jahren ein medizinisches Modell zur
Entstehung der Atemwegsverengungen durch Schleim oder Verkrampfung
entwickelt und wissenschaftlich ausführlich belegt. Demzufolge sind diese
in der Regel eine Folge zu tiefen oder zu schnellen Atmens
(`Hyperventilation`) Buteyko wurde auf den schädigenden Einfluss tiefen
Atmens aufmerksam, als er damit beauftragt war, schwerst- und todkranke
Patienten zu betreuen. Je tiefer die Patienten atmeten, desto schlechter
ging es ihnen. Er beschäftigte sich daraufhin eingehend mit der Biochemie,
die der Atemsteuerung zugrunde liegt, und entdeckte die Bedeutung der
Kohlendioxidregulation.
Seine Forschungen betrafen in erster Linie die Atemwegserkrankungen, weil
diese sehr schnell durch eine Atemumstellung positiv beeinflusst werden konnten.
Buteyko kam jedoch zu der Ansicht, dass eine Vielzahl
der heute zu findenden Krankheiten und Beschwerden ursächlich auf
Hyperventilation zurückgeführt werden können. Und wenn dies die
Ursache ist, können sie gelindert oder geheilt werden, wenn der Patient
sich die Hyperventilation wieder abgewöhnt.
Anfangs stieß Buteykos Theorie auf erheblichen Widerstand in der
medizinischen Fachwelt der damaligen UdSSR. Es dauerte bis 1980, also etwa
30 Jahre, bis sie von der sowjetischen Akademie der Wissenschaften
anerkannt wurde. Heute werden in vielen Kliniken Asthmatiker, aber auch
Menschen mit anderen Krankheiten wie z. B. Bluthochdruck, nach seiner
Methode `behandelt`. D. h. sie werden für einige Zeit betreut und darin
unterwiesen, ihre Atmung umzustellen.“ (Dr. Ernst Adams)
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Die bedeutende Rolle des Kohlendioxids im Körper
„Eine lange Zeit galt Kohlendioxid als "Abfallprodukt" des Körpers.
Aber die wissenschaftlichen Forschungen haben gezeigt, dass Kohlendioxid
ein sehr wichtiger Faktor ist, der die biologischen und physiologischen
Prozesse beeinflusst. Kohlendioxid beeinflusst den Stoffwechsel in den
Zellen, den Zustand der glatten Muskulatur der inneren Organe und der
Gefäβe, den Zustand des Nervensystems, das Säure-Base-Gleichgewicht und den
Prozess der Trennung des Sauerstoffes vom Hämoglobin während des
Durchganges des Blutes durch die Kapillaren. …
Überatmung, d.h. übermäβige Kohlendioxid-Abgabe, führt zu
erhöhter Alkalinität des Körpers. Um diese auszugleichen, scheiden die
Nieren Alkali-Ionen (Kalium, Calcium und Magnesium) über den Urin aus, was
zu einem Mineralverlust führt. Langandauernde Überatmung reduziert die
Bildung zahlreicher wichtiger Substanzen im Körper, unter anderem steigt
das allgemeine Erkrankungsrisiko, da infolge der reduzierten Bildung von
Kortikosteroiden die Abwehrkräfte des Körpers abnehmen.“
(intellectbreathing)
Hier werden einige Wirkmechanismen des Kohlendioxids
aufgezeigt:
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Das Sauerstoffparadoxon
Wir atmen, damit Sauerstoff im Blut zu den Geweben gelangt, wo er für die
Energiegewinnung unabdingbar ist.„Aber nur jener Sauerstoff stellt für den
Organismus einen Gewinn dar, der von den Geweben aufgenommen werden kann.
Nicht jener, den sie nicht aufnehmen können.“ (Viktor Krauter) Damit der
Sauerstoff überhaupt in die Zellen gelangt, ist das Kohlendioxyd (CO2) in
der Atemluft von entscheidender Bedeutung. (nach Viktor Krauter)
Das Kohlensäure-Arteriolen-Phänomen
Das Lumen (der innere Durchmesser) der Arteriolen wird größer, wenn sich
mehr Kohlendioxid im Blut befindet. Umgekehrt verengen sich die Arteriolen,
wenn zu wenig Kohlendioxid im Blut ist. Diese Verengung führt zu einer
Erhöhung des Blutdrucks.
Das Phänomen der Kapillarisierung:
Das Kapillarnetz (Netz von feinsten Adern, dort gelangen Moleküle aus dem
Blut in die Zellen und umgekehrt) in allen Geweben des Körpers wird dichter
durch die kohlensäure-ansammelnde Atemmethode. In Ruhe geschlossene
Kapillaren werden geöffnet, neue bilden sich.
Das Kohlensäure-Anastomosen-Phänomen:
Wegen der oben beschriebenen Blutdrucksteigerung öffnen sich die
Anastomosen (Kurzverbindungen von Arterie zu Vene, die sich vor den
Kapillarnetzen befinden). Das hier durchfließende Blut gelangt nicht zu den
Zellen, der Sauerstoff wird wirkungslos wieder ausgeatmet. Ist aber mehr
Kohlendioxyd im Blut, schließen bzw. verengen sich die Anastomosen, das
Blut gelangt in die Kapillarnetze und versorgt die Zellen.
Das Kohlensäure-Sauerstoff-Phänomen:
Die Abgabe des Sauerstoffs vom Blut an die Gewebe geschieht vollständiger
und leichter bei optimalem Kohlendioxydgehalt des Blutes. Es handelt sich
hier um den Bohr`schen Effekt, genannt nach dem dänischen Physiologen
Christian Bohr, der ihn 1904 entdeckte. Er besagt: Je höher die
Konzentration des Kohlendioxyds bzw. der Kohlensäure im Blut, und damit je
saurer das Blut ist, desto leichter trennt sich der Sauerstoff vom
Hämoglobin
Wenn man die Atemluftmenge einschränkt, erreicht man nicht
nur durch die Anreicherung des Blutes mit CO2 positive Auswirkungen auf die
Gesundheit, man setzt den Körper gleichzeitig einem „Höhentraining“ aus:
Bergluft aus dem eigenen Wohnzimmer.
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Bergluft als Heilmittel
In großen Höhen ist die Luft dünn. Gemeint ist, dass der Gehalt an
Sauerstoff geringer ist verglichen mit dem auf Meereshöhe. „Der wohltuende
Einfluss dieser Hypoxie auf den Organismus des Menschen ist seit den Zeiten
des Hippokrates bekannt. In den verschiedensten Regionen herrschen
unterschiedlichste klimatische Bedingungen, so auch im Hochgebirge, wo ein
wesentlich höherer Anteil langlebiger (älterer) Menschen zu finden ist.
Die wissenschaftlichen Forschungen haben gezeigt, dass bei Sauerstoffmangel
(Hypoxie) wie im Hochgebirge sich im Organismus des Menschen nach und nach
eine Reihe positiver Reaktionen entwickeln: Im Laufe der Hypoxietherapie
wird eine Besserung des Organismus mittels der Vergröβerung der
physiologischen Reserven erreicht. Deshalb ist Hypoxietraining eine
einfache Methode der Verbesserung der Funktionen aller Organe, insbesondere
des Gehirns, der Lunge, des Herzens, des Magen-Darm-Kanals, der
Reproduktionsorgane und des vegetativen Nervensystems, wie auch zur Therapie
und Prophylaxe verschiedener Erkrankungen, zur Normalisierung des
Stoffwechsels und zur Stärkung der Immunität. Die allmähliche
Sauerstoffreduktion erhöht die Widerstandsfähigkeit des Organismus,
verbessert die Aufnahme und die Verwertung des Sauerstoffes im Körper; jede
Körperzelle wird auf sparsamste und maximal wirksamste Verwertung des
Sauerstoffes für das Erhalten und Verbrauchen der notwendigen Energie
umgeschaltet, was zur Normalisierung des Stoffwechsels im Organismus
beiträgt. Dabei ist Kohlendioxid ein notwendiger Faktor.
(intellectbreathing)
Bei Bergbewohnern hat man in der Alveolarluft (Gasgemisch in
den Lungenbläschen) einen geringeren Anteil an Sauerstoff, aber einen
höheren Anteil an Kohlendioxid gemessen. Hypoxie und Hyperkapnie wirken
zusammen, um alle biochemischen Prozesse im Körper zu normalisieren.
Da wir unsere Atmung willentlich beeinflussen können, können
wir durch ein Atemtraining Kohlensäure im Blut ansammeln (Hyperkapnie) und
gleichzeitig einen hypoxischen Zustand herbeiführen, also weniger
Sauerstoff aufnehmen. Wie dies geht und was es bewirkt, wird nachfolgend in
groben Zügen beschrieben.
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Die Methode der Gesund-Atmung nach Buteyko
Wenn man weniger ausatmet, verbleibt mehr CO2 im Blut. Wenn man weniger
einatmet, gelangt weniger Sauerstoff ins Blut. Demzufolge ist anzuraten,
das Atemvolumen generell zu reduzieren. (Anmerkung: Wie schädlich es ist,
übermäßig zu atmen, kann man in einem Selbstversuch erleben, wobei man über
mehrere Minuten hyperventiliert).
Das Atmen neu lernen bedeutet:
- immer mit der Zwerchfell-Bauchatmung Luft
holen
- das Atemvolumen verringern durch
verschiedene Übungen wie Atemanhalten
- besonders lange Ausatemphasen Einatmen in
kleinen Portionen
- aushalten eines erträglichen Gefühls von
Lufthunger
Alle Entspannungstechniken, so auch im Yoga, bringen uns die
Zwerchfellatmung (auch Bauchatmung genannt) näher. Sie ist bekannt als die
gesunde entspannende Atmungsmethode. Aber was daran gut ist, wird kaum
jemals erklärt. Zwerchfellatmung ist das Atmen durch längere Bronchienwege.
Man atmet „tiefer“ als bei der Brustatmung. Der „Gas-Vermischungsraum“ ist
größer. Dadurch wird eine größere Menge Restluft wieder eingeatmet, die
relativ viel Kohlendioxyd enthält. Größere Mengen an Kohlendioxid
verbleiben und Sauerstoffkonzentration ist geringer.
Die Buteyko-Methode kann rein willentlich geübt werden und
/oder mit Hilfe von einfachen Geräten zum Atemtraining (s.u.)
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Frolov forscht weiter und entwickelt ein einfaches Gerät zum Atemtraining
Prof. W. Frolov, Biochemiker aus Russland, nahm die Forschungsergebnisse
von Buteyko und anderen auf und forschte weiter. Mit ungewöhnlichen
physikalischen Methoden wie der Kirlian-Fotographie entdeckte er weitere erstaunliche
Phänomene und Zusammenhänge bei den Atmungsvorgängen. Dies hier genauer
auszuführen würde den Rahmen des Beitrags sprengen. Als ein Resultat seines
Wirkens entwickelte er ein einfaches Hilfsgerät für das Atemtraining,
genannt „Frolov- Atemtrainingsgerät“ (Frolov-ATG), mit dem es möglich ist,
verschiedene Effekte des Trainings leichter zu erreichen wie die Änderung
des Gasmischungsverhältnisses und das Training des Zwerchfell-Muskels. Das
Gerät erhielt im Jahr 1995 vom Russischen Gesundheitsministeriums die
Anerkennung und das Patent und ist auch für den EU- Raum zertifiziert.
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Wie wirkt die Buteyko-Methode?
Nach einigen Monaten des täglichen Übens stellt sich die neuronale
Steuerung der Atmung auf den ursprünglichen Sollwert zurück. Die
Atemübungen werden dann noch 2-3 mal wöchentlich ausgeführt. Die
Aufmerksamkeit des Patienten richtet sich lebenslang darauf, nicht wieder
in alte Atemmuster zurück zu fallen. Wohl aber kann man zuversichtlich
annehmen, dass man aus eigener Kraft gesund wird, ein Leben weitgehend ohne
Medikamente führen wird und bis ins hohe Alter gesund bleibt. Auch ist zu
erwarten, dass die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken geringer ist,
denn ein intaktes Immunsystem schützt.
„Es ist bekannt, dass im Ruhezustand ein Erwachsener 16-20 Atemzüge pro
Minute macht. Bei Menschen, die sich regelmäβig mit den Atem- Übungen
beschäftigen, reduziert sich diese Anzahl bis auf 8-12 Atemzüge pro
Minute.“ (intellectbreathing)
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Ist die Wirksamkeit der Methode wissenschaftlich
bewiesen? Klinische Studien
In der UdSSR wurden die Werte von Hunderten von Patienten aufgenommen. Da
bei Asthma schon nach kurzer Zeit deutliche Erfolge auftreten, wurden die
meisten klinischen Untersuchungen an diesem Krankheitsbild durchgeführt.
Mehr nebenbei zeigten sich Genesungen ebenso bei vielen anderen Leiden
(s.u.). In der UdSSR wurde im Jahr 1995 eine klinische Studie an
Tschernobyl-Opfern durchgeführt, es zeigten sich deutliche und vielfältige
Besserungen. Untersuchungen zur Wirkung bei Diabetes und
Wechseljahres-Beschwerden liegen vor.
„Bisher gibt es nur wenige Ansätze der westlichen
Schulmedizin, diese Sichtweise zu prüfen. Ein Schritt in diese Richtung war
eine vor 10 Jahren in Brisbane, Australien, durchgeführte klinische
Untersuchung an 40 Menschen, die seit langem an schwerem Asthma litten.
Diese Untersuchung belegte mit hoher statistischer Signifikanz, dass eine
Umstellung ihrer Atemweise den Asthmatikern nach einigen Wochen des Übens
eine Reduzierung ihrer Notfallsprays um durchschnittlich 90% und ihrer
vorbeugenden Medikamente (Cortison) um 50% ermöglicht. Weitere Studien
werden z. Zt. in England durchgeführt. Es werden wahrscheinlich die
Menschen sein, denen diese Methode hilft, die schließlich ihre Ärzte
bewegen werden“. (Dr. Ernst Adams)
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Welche Wirkungen sind zu erwarten?
Da die Verbesserungen grundsätzlicher Art sind, treten Genesungen bei
unterschiedlichsten Krankheitsbildern auf.
Folgende physiologische Veränderungen werden
festgestellt:
- Steigerung des Energiepotenzials in den
Zellen
- Normalisierung des Stoffwechsels
- Aktivierung des Immunsystems
- Absenkung der freien Radikalen um ein
Vielfaches
- Beseitigung von arteriosklerotischen Veränderungen
der Blutgefäße
- Leistungssteigerung von Herz, Lunge und
Verdauungssystem
- Verlangsamung des Pulses
- Absenkung des Blutdrucks
- Entspannung der Muskulatur
Entsprechend werden Genesungen und deutliche Verbesserungen
des Gesundheitszustands bei unten aufgeführten Leiden beobachtet:
- Asthma bronchiale
- Herz-Gefäβ-Erkrankungen
- Geschwächtes Immunsystem und Allergien
- Rheuma
- Arthrose
- Migräne
- Verdauungsstörungen
- Gelenk- und Rückenschmerzen
- Prostatitis
- Diabetes
- Chronische Müdigkeit, Schlaflosigkeit,
Depression
- Auch von dem Verschwinden von bösartigen
Tumoren wird glaubwürdig berichte
Es werden mehr als 150 Krankheiten angeführt, die sich mit
dem Atemtraining positiv beeinflussen lassen. Tatsächlich ist damit aber
nur das vielfältige Krankheitsbild des chronischen
Hyperventilations-Syndroms beschrieben, das behoben wird. So betrachtet ist
die Buteyko-Methode ein universelles Heilmittel.
Da die Wirksamkeit gerade bei Asthma besonders gründlich
erforscht wurde, soll hier kurz darauf eingegangen werden.
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Atemlos durch falsches Atmen ?
- Leben ohne Asthma -
„Wir wissen, dass es kein Asthma und keinen Bronchospasmus gäbe, wenn das
CO2-Niveau in den Lungen der Erkrankten nicht abnormal niedrig wäre. Da der
Stoffwechsel und das Immunsystem nur dann korrekt funktionieren können,
wenn auch das CO2-Niveau normal ist, sorgen die Asthmaanfälle für ein
langes und gesundes Leben.“ (Dr. Buteyko)
Der Bronchospasmus als Schutzmechanismus - eine gewöhnungsbedürftige
Ansicht des weit verbreiteten Leidens. Die Schulmedizin findet keine
befriedigende Erklärung für die ansteigende Anzahl von Asthmafällen in den
westlichen Zivilisationen. (vgl. GEO, 2007).
Frau Dr. Smolka hat bei sich selbst schweres Asthma geheilt mit der
Buteyko-Atemmethode. Dadurch motiviert ist sie inzwischen eine der wenigen
Therapeutinnen in Deutschland geworden.
„Asthma und Verstopfung der Nase (Rhinitis) sind so betrachtet also keine
Krankheiten, sondern eine Notfallmaßnahme eines Körpers, der meist
unbemerkt - verursacht durch Stress oder andere Faktoren - zu viel atmet.
Befolgt man diese körperlichen Signale und atmet entsprechend weniger,
hören die Beschwerden auf. Stellt man seine Atmung dauerhaft um auf ein
normales Maß, treten die Beschwerden kaum noch oder gar nicht mehr auf.“
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Warum ist die Methode nicht bekannter?
Leider sind die Grundlagen dieser Methode bisher nur in englischer und
russischer Sprache veröffentlicht. Dies ist wohl mit ein Grund für ihren
geringen Bekanntheitsgrad in Deutschland. Weltweit hat die Heilmethode zu
eindrucksvollen Heilerfolgen geführt, u.a. in USA, Australien, Kanada.
Ein großes Interesse, endlich mehr von den Methoden der Gesund-Atmung zu
erfahren, können nur die Patienten haben. Was fehlt, sind qualifizierte
Therapeuten und ein Bewusstseinswandel in der Bevölkerung weg vom
Pillenschlucken hin zum eigenverantwortlichen Umgang mit der eigenen
Gesundheit. Im Bereich Fitness investieren bereits viele Menschen Zeit und
Geduld. Diese Einstellung gilt es zu übertragen.
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Für wen eignet sich die Methode?
Grundsätzlich ist mit dramatischen Verbesserungen des Gesundheitszustandes
unabhängig vom Lebensalter zu rechnen. Die Methode des Gesund-Atmens eignet
sich demnach
- Als Sofortmaßnahme bei Asthma (Betreuung
durch einen erfahrenen Therapeuten)
- Als Heilmethode für schwere Krankheiten,
wenn die Wirkungen einer Therapie noch einige Zeit abgewartet werden
können (Betreuung durch einen erfahrenen Therapeuten)
- Als ergänzende Maßnahme bei Schwerstkranken
(Betreuung durch einen erfahrenen Therapeuten)
- Als begleitende Maßnahme in der REHA
- als Begleittherapie bei verschiedensten
Beschwerden (s.o.), um nach und nach Medikamente zu reduzieren (mit
einem Arzt absprechen)
- Als Vorbeugung gegen Stress-Symptome (auch
bei Kindern)
- Als Methode zur Erhaltung der Gesundheit bis
ins hohe Alter
- Als Anti-Aging-Maßnahme
- Als Methode der Leistungssteigerung bei
Ausdauersportart
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Wie kann man die Methode erlernen?
Wenn man die Buteyko-Methode bereits beherrscht, ist man versucht zu sagen:
„So schwer ist das nicht, jeder kann sich die Methode selbst beibringen.“
Die Erfahrung zeigt aber, dass es mehrere Gründe gibt, dies nur eingeschränkt
zu bejahen. Nicht viele Menschen sind in der Lage, in eigener Regie
Bewegungen zu erlernen, so dass eventuell die Zwerchfellatmung nicht
korrekt ausgeführt wird, man sich überfordert, die Anweisungen
missversteht,…. Nicht zu unterschätzen ist darüber hinaus die Frage der
Motivation. Körperliche Besserungen stellen sich oft erst nach einigen
Monaten ein. Bis dahin heißt es: Täglich 25 Minuten trainieren. Gespräche
zum Verständnis mit einem Therapeuten sind für das Durchhalten daher oft
zwingend erforderlich. Leider gibt es in Deutschland noch viel zu wenige
Therapeuten. Vielleicht wird sich dies in Zukunft ändern. Vorstellbar wären
dann Gruppentherapien unter erfahrener Leitung.
Das Frolov-ATG wird über das Internet verkauft, es liegt
eine ausführliche Gebrauchsanleitung bei. Es gibt bereits
Selbsthilfegruppen, die ihre Motivation in regelmäßigem Erfahrungsaustausch
stützen.
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In Kürze
- Unabhängig vom Alter wirkt die Umstellung
auf eine reduzierte Atmung mit dem Zwerchfell immer positiv auf die
Gesundheit.
- Um dies zu erreichen, werden spezielle sich
steigernde Atemübungen täglich ausgeführt (ca.25 Minuten täglich über
einen Zeitraum von mehreren Monaten)
- Das Hyperventilations-Syndrom wird
erfolgreich behandelt
- Hyperkapnie und Hypoxie wirken dabei in
Kombination miteinander
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Wo findet man weitere
Informationen? -Quellen dieses Textes-
Bücher:
- Dr. med. Andrey Novozhilov: Leben ohne
Asthma (erhältlich im Internet)
- Viktor Krauter: Die Buteyko-Methode
(erhältlich im Internet)
- Zinatulin: Healthy Breathing, 1999, (2) S.
11f (erhältlich über Dinamika)
"Während der 9 Jahre bei uns in unserer Klinik und in
rund 40 Städten der UdSSR haben wir kein einziges Mal gesehen, dass ein
Mensch, der unsere Methode angewendet und seine Atmung tatsächlich
verringert hat, keine Erleichterung erlebt hat. So etwas gibt es
nicht." (K.P.
Buteyko, 1970)
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